
Kirche goes Kino, ökumenisch
Mother – Mutter Teresa
Dienstag, 3. Februar 2026, 17.30 Uhr
Kino Cameo, Lagerplatz 19
Im Jahr 1948 ist Teresa Oberin eines Ordens der Loretoschwestern in Kalkutta, wo sie als als Lehrerin und Schulleiterin arbeitet. Gleichzeitig wartet sie seit zwei Jahren auf die Zustimmung des Vatikans zur Gründung eines eigenen Ordens, um sich ganz den Armen zu widmen. Ihre Nachfolge im Kloster soll die fromme Agnieszka antreten – doch die hat einen in Gottes Augen unverzeihlichen Fehler zu beichten. Die Regisseurin Teona Strugar Mitevska («God Exists, Her Name Is Petrunya», «The Happiest Man in the World») zeigt die zukünftige Mutter Teresa schwankend zwischen spiritueller Loyalität und menschlicher Zuneigung. Teona Strugar Mitevska stammt wie die in Skopje geborene Nonne aus dem heutigen Nordmazedonien. Sie hat den Film in sieben Kapitel gegliedert – die sieben Tage der «Schöpfung» von Mutter Teresa. Auf der Grundlage von Interviews, die sie für eine Dokumentation mit vier Schwestern geführt hatte, die Mutter Teresa kannten, setzt sich die Regisseurin mit der Ordensfrau und ihren Widersprüchen auseinander. Sie entzieht der heilig gesprochenen Figur ihre Sakralität, um die komplexe, stolze, oft harte, manchmal verlorene Frau zu enthüllen. Hervorragend verkörpert von Noomi Rapace, die die Rolle voller unterdrückter Spannung meisterhaft spielt, erscheint Teresa als eine Ikone mit zwei Gesichtern: eine Frau ihrer Zeit, die sowohl eine humanistische Vision verkörpert, als auch Gefangene ihrer rigorosen Ideen ist. Die Ambivalenz von Teresa, wie ihre Ablehnung von Abtreibung und Verhütung, wird durch einen rockigen Soundtrack und eine rasante Kameraführung unterstrichen.
17.30 h Kino Cameo, Lagerplatz 19, hinter dem Bhf: Mother – Mutter Teresa (Verantwortung und Info Astrid Knipping, Pfarrei St. Urban-Seen, 052 235 03 88
Besammlung 17.15 h
Kontakt
Marilene Hess
Pfarrerin Stellvertretung